Die Königin der sanften Anmut Konzertnachlese: ANNA DEPENBUSCH (28.1.,“Heimathafen“)

Charme und natürliche, nicht aufgesetzte Anmut sind etwas, was viele Künstler anstreben. Die Hamburgerin ANNA DEPENBUSCH hat beides in verschwenderischer Menge an Bord ihres Tourneeschiffes, das am 28.1. im Neuköllner Heimathafen vor Anker ging.

Ihr Klavierspiel war ja schon immer genauso erstklassig wie ihre Stimme. In den letzten Jahren ist die aber noch ein bißchen „erwachsener“ geworden. Gekonnt setzt Anna ihr Stimmen-Instrument je nach Liedthema mal fraulich-kraftvoll, mal mädchenhaft-hoch und verspielt ein. Das Publikum nimmt sie zuweilen dabei warmherzig aber auch unwiderstehlich auffordernd als mehrstimmigen Background-Chor oder multiinstrumental an Hunderten Schlüsselbündern mit in die Pflicht. Das funktioniert dirigistisch bemerkenswert präzise und gleitet nie in Seichtheiten ab.

Musikalisch wie inhaltlich ist die Wirkung der Lieder von Anna Depenbusch auf dieser sog. Schwarz-Weiß-Tournee, d.h. Anna solo am Flügel (eben schwarz – mit weißen Tasten), noch berührender und intimer, als mit Bandbegleitung. In den eindringlichen Songs gibt Anna viel von ihrem Innenleben preis – soviel (An-)Mut hat nicht jede(r). An diesem Winterabend in Neukölln verzaubert eine bezaubernde Sängerin ihr Publikum – von der ersten Minute bis zur letzten, ungeplanten Zugabe. Sie wollten sie gar nicht mehr weglassen!

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